Mittelfränkische Universitätsstadt

mit bedeutender Industrie (106.500 Einwohner). 

Verkehrsverbindung: 

Autobahn 3 (Köln-Frankfurt/Main-Würzburg-Erlangen-Nürnberg-Regensburg) 
4 direkte Anschlüsse Autobahn A 73 (Nürnberg-Bamberg) 
3 direkte Anschlüsse Autobahn A 9 (München-Berlin) 
Anschluss Nürnberger Kreuz 

Bahnstrecke München-Erlangen-Berlin  

Flughafen Nürnberg 15 Kilometer

Die Stadt besteht aus zwei verschiedenen Gründungen: der Altstadt um 1367 und der Hugenottischen Neustadt um 1686, die erst seit 1812 einer gemeinsamen Verwaltung unterstehen. Die Altstadt Erlangens drängt sich auf kleinem Raum: am Martin-Luther-Platz zeigt sie heute noch ein gutes Beispiel barocker Neugestaltung nach dem Stadtbrand im Jahre 1706. Die Neustadt Christian Erlang ist eine der wenigen erhaltenen barocken Stadtanlagen mit ihren rechtwinklig verlaufenden Straßen und großen Plätzen entlang der Hauptstraße.

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Sie wurde 1743 gegründet und besteht jetzt aus elf Fakultäten: Evangelische Theologie, Rechtswissenschaften, Medizin, Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften (alle in Erlangen), Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Erziehungs- und Kulturwissenschaften (beide in Nürnberg) mit bedeutenden Instituten, Seminaren und Kliniken sowie der Bibliothek mit seltenen Kostbarkeiten.

Industrie: Die Industrie, durch die Hugenotten mit Lederhandschuh- und Kammfabrikation, Strumpfwirkereien, Textilherstellung u.a. begründet und in unserer Zeit durch weltbekannte Unternehmen der deutschen elektrotechnischen Großindustrie mit dem größten starkstromtechnischen Forschungszentrum Europas erweitert, in dem überwiegend Grundlagenforschung für zukunftsorientierte technische Verfahrensweisen betrieben wird, hat der Stadt neue Impulse gegeben. Maschinenbau-, Textil- sowie die Chemisch-Pharmazeutische Industrie entwickelten sich, Handel und Handwerk blühten auf.

Sehenswürdigkeiten: Das barocke Gefüge des Stadtkerns blieb erhalten, ebenso wie das markgräfliche Schloss mit dem Schlossgarten, der Orangerie und dem Botanischen Garten, sowie Atzelsberg, das alte Hausschloss Erlangens. Das Markgrafentheater ist das älteste noch bespielte Barocktheater Süddeutschlands und das Stadtmuseum vermittelt einen interessanten Einblick in die Entwicklungsgeschichte Erlangens. Hinzu kommen die Naturwissenschaftlichen Museen der Universität, interessante Kirchen aus alter und neuer Zeit sowie im Süden und Westen der Stadt ein völlig neues Stadtviertel mit Parkanlagen, das sich harmonisch in das Stadtganze einfügt.

Kultur, Unterhaltung und Erholung: Jährlich gibt es über 130 Gastspiele bedeutender Bühnen sowie Konzerte mit internationalen Orchestern und Solisten, Kirchenkonzerte und Ausstellungen aller Art. Das Theater in der Garage, das Experimentiertheater der Universität, Stadtbibliothek und Archive sowie die Volkshochschule vervollständigen das Bild. Die Stadt bietet darüberhinaus zahlreiche Freizeitprogramme, Sportmöglichkeiten wie Wasser- und Eissport, Reiten, Tennis, beheizte Freibäder, Hallenbäder sowie Campingplätze und das Naturstrandbad im Erholungsgebiet Dechsendorfer Weiher. Der waldreiche Stadtrand mit seinen Wanderwegen und die Personenschifffahrt auf dem Europa-Kanal erweitern das Erholungsprogramm.

Kongresszentrum: Die Heinrich-Lades-Halle mit insgesamt 1.500 Plätzen, dem Großen und dem Kleinen Saal und 2.000 qm Ausstellungsfläche wurde 1971 eröffnet. Neben kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen finden hier Kongresse und Konferenzen wissenschaftlicher und technischer Organisationen sowie nationale und internationale Tagungen statt. Mit dem Kongresszentrum verbunden sind ein Kongresshotel mit 263 Betten, Restaurants, Parkhäuser und ein Einkaufszentrum. Hotels und Gastronomie: Erlangen hat 54 Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit insgesamt 2.615 Betten. darüberhinaus stehen in der näheren Umgebung noch ca. 600 weitere Betten zur Verfügung. Hinzu kommen zahlreiche internationale Restaurants sowie gemütliche Gasthöfe mit den fränkischen Spezialitäten: Aischgründer Spiegelkarpfen, Spargel, Bratwürste mit Kraut oder Kren (Meerrettich), Blaue Zipfel, Frankenweine, Erlanger Biere und Beerenweine.

Den Höhepunkt fränkischer Feste erleben die Erlanger und ihre Gäste bei der Bergkirchweih auf den Felsenkellern am Burgberg. Sie dauert zwölf Tage und wird alljährlich am Donnerstag vor Pfingsten eröffnet, und das seit dem Jahre 1755!

Ausflüge in die malerische Umgebung: Den besinnlichen Ausgleich zum lebhaften Treiben in der Stadt vermittelt die liebliche Umgebung mit viel Wald und lohnenden Ausflugszielen: im Regnitztal drehen sich schon seit 500 Jahren jeden Sommer die letzten Wasserschöpfräder Mitteleuropas; ausgebaute Spazier- und Wanderwege führen hinein ins fränkische Land, hin zu den schönsten Aussichtspunkten. Nur etwa zehn Kilometer entfernt liegt das fränkische Trachtendorf Effeltrich, bekannt durch seinen österlichen Georgiritt. Erlangen liegt außerdem im Schnittpunkt der Erholungsgebiete Fränkische Schweiz, Rangau, Steigerwald und Frankenalb, die mit ihren Burgen, Schlössern, Grotten und Naturschutzgebieten für einen Tagesausflug ebenso geeignet sind wie für einen längeren Erholungsaufenthalt. In einer einzigen Tagesfahrt können auch die historischen Städte Bamberg, Bayreuth, Nürnberg, Rothenburg o.d. Tauber und Würzburg erreicht werden.